Die Bergretter

„Frühling“ im ZDF: Hinter Serienfinale steckt traurige Realität

Katja Baumann (rechts) muss bei „Frühling“ die Familie von Sarah (Mitte) betreuen.
Katja Baumann (rechts) muss bei „Frühling“ die Familie von Sarah (Mitte) betreuen. © Barbara BauriedlZDF

In den letzten Folgen von „Frühling“ kämpft Jakob Springer mit Mukoviszidose. Ist die Krankheit in der ZDF-Serie realistisch dargestellt?

Bayrischzell – Dorfhelferin Katja Baumann (Simone Thomalla) ist bei „Frühling“ regelmäßig mit Ausnahmesituationen konfrontiert. In den Folgen „Wenn du nicht still bist, dann…“ und „Mein Geheimnis, dein Geheimnis“ betreut sie Sarah Springer. Deren Bruder Jakob leidet unter Mukoviszidose. Wie realistisch stellt das ZDF die Krankheit dar?

„Frühling“ im ZDF: Hinter Serienfinale steckt traurige Realität

Schon in der ersten Szene der 54. „Frühling“-Folge bahnt sich ein Drama an: Jakob blutet während eines Fußballspiels seiner Schwester plötzlich aus der Nase. Seine Mutter Maike ist direkt alarmiert und begibt sich mit Jakob ins Krankenhaus. Doch was steckt genau hinter seiner Krankheit?

Mukoviszidose, auch als zystische Fibrose bekannt, ist eine schwere, chronische Erkrankung, die vor allem die Lunge und den Verdauungstrakt betrifft. Bei den Betroffenen führt eine übermäßige Schleimproduktion in den Atemwegen zu chronischen Entzündungen und Infektionen, was die Lungenfunktion im Laufe der Zeit stark beeinträchtigt.

Auch die Verdauungsorgane sind betroffen, was zu ernsthaften Problemen bei der Nahrungsaufnahme führen kann, wie Mukoviszidose e.V. aufklärt. Ohne regelmäßige und intensive Behandlung verschlechtert sich der Zustand der Patienten stetig, was die Lebenserwartung verringert.

Mukoviszidose bei „Frühling“: ZDF-Serie zeigt bittere Realität

Bei Mukoviszidose-Patienten sind Blutungen aus der Nase keine Seltenheit, da die Schleimhäute in den Atemwegen stark beansprucht sind. Jakobs Vorfall bei „Frühling“ entspricht also der Realität.

Auch leichte körperliche Belastungen können zu Blutungen führen. In Jakobs Fall ist die Blutung aber vermutlich ein Zeichen dafür, dass die Krankheit fortgeschritten ist. Bei dem Jungen wird noch im Laufe der Folgen eine Lungentransplantation als Lösung in Betracht gezogen.

Die Frage, ob Jakob eine Lunge von seiner Mutter und Tante erhalten kann, führt die ZDF-Serie zu einem besonders schwierigen Thema: der lebenden Organspende. In der Realität wird eine Lungentransplantation normalerweise von einem verstorbenen Spender durchgeführt.

Doch in Ausnahmefällen, wenn keine passenden Organspender gefunden werden können, wird eine lebende Organspende erwogen, wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) berichtet. Zwar ist die lebende Organspende von Lungenflügeln selten und wird nur in sehr speziellen Fällen durchgeführt, aber die Darstellung in der Serie ist nicht abwegig.

Neue „Frühling“-Folge zeigt Auswirkungen von Mukoviszidose

Eine lebende Organspende birgt jedoch Risiken für den Spender. Langfristig muss dieser mit den Auswirkungen der Entfernung eines Teils seines Organs leben. Es besteht die Möglichkeit, dass sich gesundheitliche Probleme entwickeln, da der verbleibende Teil des Organs stärker beansprucht wird.

Die Risiken einer lebenden Organspende werden in der Serie nicht im Detail thematisiert. Maike Springer zeigt gegenüber Katja Baumann jedoch deutliche Angst vor dem Eingriff. Sie hat sogar eine Vollmacht für die Dorfhelferin aufgesetzt, damit diese sich um Sarah kümmern kann, sollte der Eingriff nicht glimpflich verlaufen.

Wie bei „Frühling“ üblich, könnte die Geschichte der Familie Springer noch nicht auserzählt sein. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Nachwirkungen des Eingriffs ebenfalls noch thematisiert werden. Das sehen Zuschauer aber frühestens im Frühjahr 2026: Das ZDF hat eine neue Staffel von „Frühling“ bereits bestätigt.

Related Articles

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Back to top button
error: Content is protected !!