„Frühling“ im ZDF: Experten bestätigen bittere Wahrheit zu neuen Folgen
In der ZDF-Serie „Frühling“ hat Katja Baumann es mit schwierigen Familienverhältnissen zu tun. Eine weitere Hauptrolle hat mit eigenen Problemen zu kämpfen.
Bayrischzell – Die Figur der Amelie Kreuser (Hanna Binke) taucht seit 2017 regelmäßig in der ZDF-Serie „Frühling“ auf. In den aktuellen Folgen steht sie aus tragischen Gründen noch stärker im Fokus. Ihre Geschichte beruht auf bitteren Zahlen und Fakten. Spoiler-Warnung!
„Frühling“ im ZDF: Experten bestätigen bittere Wahrheit zu neuen Folgen
In der ZDF-Serie „Frühling“ hatte Amelie es noch nie einfach: Die junge Frau ist bereits im Teenager-Alter schwanger geworden und dann bei Ingo (Levin Henning) und dessen Mutter eingezogen. Mit ihrer Schwiegermutter in spe hatte sie so einige Schwierigkeiten. Doch auf dem Familienhof hat Amelie sich schnell eingelebt und zeigte sich stets fleißig.
Seit der 12. Staffel von „Frühling“ wurden jedoch weitere Probleme in Amelies Leben sichtbar: Adrian (Kristo Ferkic) und Lilly (Julia Willecke) hatten zunehmend den Verdacht, dass Amelie von häuslicher Gewalt betroffen sein könnte. In Folge 50 der ZDF-Serie wohnt Amelie zeitweise bei Lilly. Von Ingo hat sie sich mittlerweile getrennt und ihre Freunde haben sie und ihren Sohn Maxi stets im Blick.
Das Misstrauen gegenüber Ingo ist im fiktiven Ort groß. Zurecht, wie sich in der „Frühling“-Folge mit der Nummer 53 noch herausstellt: Amelies Ex lauert bei ihrer neuen Wohnung auf und überredet sie, ihn hereinzulassen. Es kommt zum äußersten und Ingo muss anschließend von der Polizei abgeführt werden.
Bittere Fakten zur ZDF-Serie „Frühling“: Amelie ist kein Einzelfall
Der Blick auf aktuelle Zahlen zeigt schnell: Die Geschichte von Amelie beruht zwar nicht auf wahren Begebenheiten. Dennoch ist Gewalt gegen Frauen von aktuellen Partnern und auch Ex-Partnern bittere Realität.
Aus dem aktuellen „Bundeslagebild Häusliche Gewalt“ des Bundeskriminalamts (BKA) geht vorher, dass über eine Viertelmillion Menschen von häuslicher Gewalt betroffen sind. Genauer formuliert 256.276. Im Vergleich zum Vorjahr ist diese Zahl 2024 nochmal um 6,5 Prozent gestiegen. Außerdem sind 70,5 der Betroffenen Frauen.
Vor allem der Anteil von Gewalt innerhalb einer Partnerschaft ist mit 79,5 Prozent besonders hoch. 155 Frauen sind im Jahr 2023 sogar durch ihren Partner oder Ex-Partner getötet worden. Auch eine aktuelle Folge von „In aller Freundschaft“ thematisiert häusliche Gewalt.
Der Bericht des BKA verweist zusätzlich auf die hohe Dunkelziffer im Bereich Häusliche Gewalt: Trotz steigender Zahlen werden noch immer viele Taten, etwa aus Angst oder Scham, nicht der Polizei gemeldet.
„Frühling“ im ZDF thematisiert Gewalt gegen Frauen
In der Serie wird Amelies berufliches und soziales Umfeld aufmerksam und reagiert auf äußere Veränderungen der Frau. Sollte man einen Verdacht auf häusliche Gewalt bei Betroffenen immer direkt ansprechen?